Grenada

Es folgt ein Bericht von Christian Jannasch

Grenada ist gemeinhin als die Gewürzinsel (“Isle of Spice”) der Karibik bekannt, doch sie hat noch so viel mehr zu bieten, was den meisten bei Kurz-Aufenthalten allerdings verborgen bleibt. Wer sich jedoch Zeit nimmt und etwas tiefer eintaucht, findet in Grenada ein einzigartiges Paradies mit ganz viel Ursprünglichkeit, Natürlichkeit und richtig spannenden Erlebnissen.

Anreise

Wer nach Grenada möchte, muss unter Umständen den einen oder anderen Umweg in Kauf nehmen, quasi nach dem Motto, dass es das Paradies nicht geschenkt gibt. Wer nicht gerade einen der wenigen Direktflüge mit Condor erwischt (derzeit einmal pro Woche), muss zum Teil umständlich mit Flughafenwechsel, Zwischenübernachtung oder mehrmaligen Umstiegen (oder alles davon) nach Grenada reisen. Die üblichen Verbindungen führen mit British Airways über London oder mit American Airlines via Miami. Alternativ kann man auch zunächst auf eine der besser erreichbareren Nachbarinseln fliegen (vor allem Barbados) und dann weiter mit dem Inselflieger Liat nach Grenada.

Unterbringung

Wie viele andere Karibik-Inseln hat auch Grenada eine recht große Auswahl an Unterkünften, wobei die ganz großen Resorts fehlen. Aus diesem Grund gibt es vor allem sehr viele Gästehäuser, kleinere Hotels und Apartments. Viele davon befinden sich über die Insel verteilt, vor allem natürlich entlang der sehr bergigen Küstenlinie mit den vielen kleinen Buchten.

Die einzige Ansammlung an Unterkünften befindet sich im Südwesten rund um Grand Anse, St. Georges und Lance aux Epines, wobei Grand Anse die beliebteste Ferienregion ist – kein Wunder bei einem Traumstrand von 3 Kilometern mit einer sehr überschaubaren Anzahl von Touristen und kleinen Strandbars.

Grand Anse
Grand Anse

Preislich bewegen sich die Unterkünfte auf Grenada in ähnlichen Preisregionen wie auf anderen Karibik-Inseln. Backpacker-Unterkünfte gibt es kaum, sodass man in der Regel mindestens 40-50 USD pro Nacht für eine einfache Unterkunft und 100 USD für ein halbwegs ordentliches Hotel einplanen muss.

Transport auf der Insel

Wer die vulkanische und sehr gebirgige Insel entdecken will und nicht auf organisierte Touren angewiesen sein möchte, hat zwei Möglichkeiten, sich fortzubewegen: Mietwagen oder die öffentlichen Minibusse.

Auch wenn es die großen Mietwagen-Vermietungen bisher noch nicht nach Grenada geschafft haben, gibt es zahlreiche kleinere Autovermietungen, bei denen man sich einen kleinen Jeep zur Inselerkundung ausleihen kann. Aufgrund der sehr engen, kurvigen und bergigen Straßen sowie des Linksverkehrs gibt es sicher einfachere Länder zum Autofahren, doch der Aufwand lohnt sich, denn es gibt, wie ihr weiter unten bei den Sehenswürdigkeiten lesen könnt, viele kleine Schätze zu entdecken.

Alternativ kann man diese Erkundungstouren auch mit den öffentlichen Minibussen starten, die die Hauptstraßen von Grenada recht gut und häufig erschließen. Dies ist bei Preisen von 1-2 USD pro Fahrt natürlich absolut günstig, dauert jedoch aufgrund des ständigen Hop-On Hop-Off wesentlich länger.

Sammeltaxi Grenada
Sammeltaxi Grenada

Sehenswürdigkeiten auf Grenada

Doch was gibt es nun zu sehen auf Grenada? Für eine Insel flächenmäßig gerade einmal halb so groß wie Hamburg und nur ein Achtel des „berühmten“ Saarland messend ziemlich viel.
Wie auf so vielen Karibik-Inseln stehen natürlich die Strände im Vordergrund. Zu den bekanntesten Stränden gehört der oben schon erwähnte Grand Anse, der La Sagesse Strand im Südosten sowie der Bathway und Levara Beach im Norden. Mehr Informationen gibt es hier
Wie es sich für eine bergige Karibik-Insel gehört, sind auch Wasserfälle in der ganzen Insel an der Tagesordnung – Concord Falls, die Seven Sister Falls sowie die Mount Carmel Falls gehören hier zu den schönsten Vertretern.

Neben Stränden und Wasserfällen ist wohl der Grand Etang die bekannteste Sehenswürdigkeit von Grenada. Hierbei handelt es sich um einen exponierten Kratersee, der sich mitten im tropischen Dschungel befindet und auch Startpunkt für die Tour zum Mount Qua Qua ist, einer beliebten Wanderung. Wer den mit 840 Metern höchsten Berg, den Mount St. Catherine erreichen möchte, benötigt schon etwas mehr Ausdauer und einen Guide.
Ebenfalls eine Besichtigung wert ist der alte Pearls Airport nördlich von Grenville, der bis Ende der 70er Jahre genutzt wurde – heute kann man mit dem Auto auf der Rollbahn entlang fahren bis hin zu einem wilden Strand. Auch ein altes mittlerweile zum Wrack degradiertes Flugzeug ziert das Umfeld.
Wer lieber Unterwasser geht, sollte sich den Unterwasser-Skulpturen Park nicht entgehen lassen.
Auch die Schwesterinsel Carriacou ist als gemütlicher Ruhepol immer eine Reise wert, auch wenn hier definitiv das Entspannen im Vordergrund steht.
Nicht zuletzt sollte man auch einen Blick auf den Markt von der Hauptstadt St. Georges mit seinen zahlreichen Obst-, Gemüse und Gewürz-Verkäufern werfen sowie die Schokoladen- und Muskatnuss-Fabriken im Land besuchen – schließlich sollte man sich auch selbst vergewissern, warum und ob Grenada den Namen “Isle of Spice” nicht umsonst trägt. Weiterführende Infos und/oder Fotos

Generelle Infos: http://www.my-travelworld.de/grenada/

Wer ist Christian?

Christian ist in der Welt zu Hause.
Nicht nur, dass er Tourismus studiert hat und bereits vor Jahren viel gereist ist – vor 8 Jahren wanderte er schließlich aus Deutschland aus, blieb für 3 Jahre auf der paradiesischen Karibik-Insel Grenada hängen und setzte schließlich noch eine einjährige Weltreise on top. Mittlerweile hat es ihn erneut in die Karibik verschlagen, sodass er nun seit 4 Jahren die Dominikanische Republik abseits von All Inclusive und Strandliege unsicher macht – und darüber sowie über alle anderen Reiseerlebnisse auf seinem Blog My Travelworld schreibt. Mittlerweile haben sich dort Erfahrungsberichte und Reisetipps zu über 50 Ländern angesammelt – vorbeischauen lohnt sich also. Folgt ihm auch auf Facebook.